Gunnar Böltes

Museum der 50er Jahre

12. Juli 2009 · Kommentar schreiben

Bremerhaven hat viele schöne Museen.
Das Klimahaus 8° Ost hat gerade eröffnet, das Auswanderhaus gilt auch noch als recht neu, dann natürlich das Deutsche Schifffahrtsmuseum, das Historische Museum, das Kunstmuseum… – alle zentral in der Stadtmitte gelegen.

Das Museum der 50er Jahre liegt etwas außerhalb.

Museum der 50er Jahre

Museum der 50er Jahre

Untergebracht in einer ehemaligen Kapelle der in Bremerhaven stationierten amerikanischen Soldaten warten 20.000 Exponate aus den Jahren 1949-1963 auf die Besucher.
Hier kann man die jüngere (Alltags-) Geschichte der Bundesbürger erleben.
Hervorgegangen aus einer privaten Sammlung sind hier Lebensräume der “Wirtschaftswunder-Jahre”  detailgetreu zusammengestellt.

Von der Arztpraxis, über Kinderzimmer bis zur Kneipe. Vom Schlafzimmer, über den Tante-Emma-Laden bis zum Büro (modern: mit Fernschreiber!).
Die Vielzahl der liebevoll zusammengestellten Gegenstände ermöglicht, die Atmosphäre dieser Zeit  hautnah zu erleben. Die Vollbeschäftigung und die damit einhergehenden erkämpften Verbesserungen für die Arbeiter ließen in den fünfziger Jahren erstmals weite Teile der Bevölkerung am Wohlstand teilhaben.

einkaufen in den 50ern: Als Beck´s noch kein Gold braute

Einkaufen in den 50ern: Als Beck´s noch kein Gold braute...

Die fünfziger Jahre in Deutschland waren auch geprägt von mehr individueller Mobilität.
Im Museum wurde auch eine Tankstelle nachempfunden.

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Das Museum ist mehr als ein nostalgischer Blick zurück: Um die Ausstellungsstücke herum geben Texte einen Einblick in die historischen Zusammenhänge und politischen Rahmenbedingungen der Zeit. Die Verdrängung des Nationalsozialismus reichte bis in die Schlafzimmer der Nachkriegsbundesrepublik.

Viele der Originalexponate stammen aus Bremerhaven. Eines war lange Zeit Wahrzeichen von Lehe:

Auch im Museum: die Ausßenreklame von Ramelow (Bremerhaven Lehe)

Auch im Museum: die Ausßenreklame von Ramelow (Bremerhaven Lehe)

Nierentisch, Cocktailsessel, Elvisposter, Benimmratgeber: Das Museum der 50er Jahre ist in dieser Form einzigartig in Deutschland . Ein Besuch lohnt sich. Geöffnet ist Sonntags von 11.00 – 17.00 Uhr und nach Vereinbarung.
Erwachsene zahlen vier Euro Eintritt, Kinder unter 10 Jahren sind frei. Mehr Informationen hier.

Auch wer, wie ich, in den 70er Jahren groß geworden ist, wird im Museum der 50er Jahre viel wiedererkennen.  Für meine Kinder war der Anblick von Fernseher, Röhrenradio und Musiktruhe wohl doch zu abstrakt. Sie erfreuten sich mehr am Geschirr…

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Für Oettinger ist Krümmel „Kraftwerk mit Zukunft“

8. Juli 2009 · Kommentar schreiben

Er spricht sich für unbegrenzte Laufzeiten der Atomkraftwerke aus.

Er sieht sich dort als Speerspitze der Bewegung, wie schon mit seinem Vorschlag der Mehrwertsteuererhöhung.
Auch Frau Merkel lässt zur Zeit keine Gelegenheit aus, sich deutlich für längere Laufzeiten der alten (abgeschriebenen und daher höchst profitablen) Kernkraftwerke auszusprechen.
Das steht klar gegen den Mehrheitswillen der Bevölkerung.
Die “Nordsee-Zeitung” macht regelmäßig Online-Umfragen. Gestern und heute unter anderem zu den Laufzeiten der Schrottmeiler.

Hier der aktuelle Zwischenstand:

NZ Umfrage Laufzeit  AKW Krümmel

NZ Umfrage Laufzeit AKW Krümmel

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Pannen-AKW Krümmel noch bis 2050 am Netz?

5. Juli 2009 · 2 Kommentare

22.06.2009: Krümmel läuft wieder

01.07.2009: Krümmel wieder heruntergefahren

04.07.2009: Atomkraftwerk Krümmel schaltet Reaktor im Eilverfahren ab

05.07.2009:   Vattenfall nach AKW-Panne in Erklärungsnot

Das sind die “Krümmel-Überschriften” von Spiegel Online der letzten zwei Wochen.
Der aktuelle Vorfall in Krümmel reiht sich nahtlos in die Pannenserie von Vattenfall. Deutlich wird: Die Betreiber bekommen die Probleme der Schrottmeiler nicht in den Griff. Gleichzeitig wird an der Verharmlosung festgehalten. Die Risiken werden kleingeredet, zugegeben wird nur was längst bewiesen und offensichtlich ist.
Es gibt keine “sichere Atomenergie” – trotz unserer angeblich so hohen Standards hier in Deutschland.

Das Pannen Atomkraftwerk Krümmel darf effektiv noch 10 Jahre laufen. Die rechnerische Laufzeit endet (zur Zeit) im Jahr 2019. Das ist das Ergebnis des Atomkonsens.

Die CDU hat sich zum Thema Atomkraft deutlich positioniert. Ebenso wie die Betreiber hält sie die Kernkraft für unverzichtbar.  “Daher streben wir eine Laufzeitverlängerung der sicheren deutschen Anlagen an.” – so steht es im Wahlprogramm von CDU & CSU . Für wie lange schreiben die Konservativen nicht.
Wenn ihnen 2019 nicht reicht, dann möglicherweise 2040? Oder bleibt das AKW Krümmel noch bis 2050 am Netz? Oder bis zum bitteren Ende?

Ich fürchte, Krümmel wird nicht bis 2019 durchhalten. Das bittere Ende könnte schon deutlich eher kommen.

Deshalb: Krümmel nicht erneut hochfahren, sondern rückbauen. Jetzt.

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Grünabfallsammlung im Landkreis Cuxhaven auch 2009 kostenlos

22. Juni 2009 · Kommentar schreiben

In der CDU Kreistagsfraktion besteht noch Beratungsbedarf. Nach dem die SPD im Umweltausschuss des Landkreises Cuxhaven die erneute Ablehnung der Gebühr für die Herbstsammlung angekündigt und dies nicht zuletzt mit dem hohen Verwaltungsaufwand begründet hat, wurde heute die Notbremse gezogen.

Der Kreisausschuss hat die Vorlage von der Tagesordnung der Kreistagssitzung vom 24.06.  genommen – daher wird auch in diesem Jahr keine Gebühr für die Grüngutabfuhr erhoben werden. Denn die nächste Sitzung findet erst am 30. September statt, viel zu spät um alle Vorbereitungen für die Sammlung zu treffen, da ab Oktober die Säcke und Schnüre verkauft werden sollten.

Die Grünabfälle wie bisher unentgeltlich abzuholen, ist  bürgerfreundlich und spart unnötige Verwaltungskosten.
Zusätzlich zu den Kosten für die Gebührenzahler hätten die Kommunen noch extra zahlen müssen: für die Entsorgung des Laubes der öffentlichen Bäume, das bisher von den Anwohnern geharkt und an die Straße gestellt wurde. Denn denen hätte man wohl kaum auch noch die Kosten für 30-40 Säcke Gemeindelaub auferlegen können.

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aktiv, kreativ, Krüger :-)

20. Juni 2009 · Kommentar schreiben

Wenn es darum geht neue Wege zu gehen, ist Thorsten Krüger immer dabei.

Der Bürgermeister von Langen hat seit seinem Amtsantritt im Oktober 2005 viel bewegt.
Von der Spielleitplanung über die Initiierung eines Bürgerfonds bis zur Schaffung eines Demografiebeauftragten für die Stadt Langen. Dazu den Stadtjugendrat, der gerade in seine zweite Periode geht, die Mission Olympic, den Ausbau der Wirtschaftsförderung und viele, viele weitere Projekte – erarbeitet und umgesetzt mit der Verwaltung und den Kommunalpolitikeren.

Das alles unter dem enormen finanziellem Druck, unter dem die unzureichend ausgestattenen Kommunen Niedersachsens stehen. Die Verschuldung konnte reduziert werden, bei gleichbleibenden und sogar erweitertem Angebot der Stadt. Steuern oder Gebühren mussten dafür nicht erhöht werden.

Thorsten Krüger legt sich keine Denkverbote auf. Einen seiner Gedanken hat jetzt SPIEGEL-ONLINE aufgegriffen. Die Frage, ob (und wie) es möglich ist, Sponsoren für den öffentlichen Raum zu gewinnen, hat es auf die Startseite von SPON geschafft. Der Artikel verkürzt natürlich, ganz fehlerfrei ist er auch nicht (einen haben sie nach einer Nachricht von mir schon korrigiert) – dennoch ein wichtiges Ziel ist schon erreicht: Aufmerksamkeit.

Man kann nicht oft genug auf die katastrophale Situation bei den kommunalen Finanzen hinweisen. Das wichtigste Ziel dabei bleibt, eine neue gerechte Verteilung der Finanzen. Wir brauchen eine angemessene Ausstattung in den Kommunen, um die Aufgaben (Straßen, Schulen, KiTa, Feuerwehr, Verwaltung usw.) zu erfüllen und die Lebensqualität (Bibliothek, Musikschule, Sportvereine, öfentliche Grünanlagen usw.) zu sichern.
Hier ist die niedersächsische  Landesregierung gefordert. Auch der Kreistag könnte für mehr Gerechtigkeit sorgen – wenn er sich nicht auf Kosten der Kommunen entschulden würde wollen. Auch hier kämpft Bürgermeister Thorsten Krüger konsequent für die Senkung der Kreisumlage.

Wenn es mit solchen Aktionen gelingen sollte, nicht nur Öffentlichkeit zu erreichen, sondern auch noch die Schulden (und damit die Zinsbelastung) reduzieren zu können – um so besser.
Und NEIN: es wird nicht dazu kommen, dass das Rathaus seine Namensrechte verkauft und zur “Coca-Cola light Arena” wird…

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Endspurt gegen Zensurgesetz in Deutschland

11. Juni 2009 · Kommentar schreiben

Die Zeichnungsfrist für die Petiton gegen Internetzensur endet am 16. Juni.
Wer wissen möchte, wie die Sperren arbeiten, kann das sehr schön bei aebby nachlesen.
Auch der Artikel zur Zensursula und dem BKA ist ebenso interessant wie die weiteren Artikel dazu auf netzpolitik.org

Also, wer noch nicht unterzeichnet hat, sollte das jetzt tun!

Bevor es soweit kommt:

Internetschilder

Internetschilder

via Titanic

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Grünabfälle, nächste Klappe

11. Juni 2009 · 1 Kommentar

Noch immer ist nicht klar, wie hoch die Gebühr für die Grünabfallsammlung im Landkreis Cuxhaven sein wird.
Bereits im vergangen Sommer war die Abfuhr von Laub und Strauchschnitt Thema im Kreistag. Die SPD konnte sich mit ihrer Forderung, die kostenlose Herbstsammlung  beizubehalten nicht durchsetzen.

Der Kreistag hat beschlossen, die Kosten der Sammlung zur Hälfte direkt von den Verursachern zu kassieren – über vom Landkreis Cuxhaven vertriebene Säcke und Schnüre. Die andere Hälfte sollte über die Grundgebühr gedeckt werden.
Die dem Ausschuss für Umwelt am 08. Juni vorgestellte Vorlage der Kreisverwaltung entsprach nicht diesem Beschluss.

Die Kreisverwaltung hat als Preis pro Sack bzw Schnur 1,50 Euro festgesetzt. Das wären knapp 80% der Gesamtkosten, vom Einkauf über Vertrieb und Handel der Säcke und Schnüre bis zur Einsammlung und Entsorgung des Grünguts.

In der Übersicht:

Mögliche Kostenaufteilung der Grünabfallentsorgung


Grundgebühr finanziert
Vorschlag der Verwaltung
Kosten der Sammlung und Entsorgung 85.525,78 € 85.525,78 €
Verwaltungskosten 0.00 € 35.674,57 €
Gesamt 85.525,78 € 121.200,35 €
pro Sack / Schnur
0,00 €

1.50 €
pro Gebührenzahler/Jahr
1.68 €
0.52 €

Der Verwaltungsaufwand beträgt dabei fast dreißig Prozent der Kosten.

Die Vorlage der Kreisverwaltung war für die SPD Vertreter im Umweltausschuss nicht tragbar. Unserer Argumentation haben sich schließlich alle angeschlossen, bis zur Sitzung von Kreisausschuss am 22. Juni bzw. vom Kreistag am 24. Juni bleibt der Verwaltung noch Zeit nachzubessern.

→ 1 KommentarKategorien: Kreistag · Politik
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Thomas Schaaf – der Bart ist ab

31. Mai 2009 · Kommentar schreiben

Der Pott ist in Bremen – und Werdertrainer Thomas Schaaf hat sich von seinem Vollbart getrennt.
Beides war eben live auf dem Balkon des Bremer Rathauses (und im NDR Fernsehen) zu sehen, wo die Mannschaft von Werder Bremen den DFB-Pokal den jubelnden Fans präsentiert hat.
Vor fünf Jahren habe ich mir, bei ähnlicher Gelegenheit,  auf dem Rathausplatz einen heftigen Sonnenbrand geholt…

→ Einen Kommentar schreibenKategorien: Privat
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Keine Wahlkampf Fotos für Frau Merkel?

29. Mai 2009 · Kommentar schreiben

Was sich die Präsidenten heute so einbilden….

Da kommt der Präsident der USA Barack Obama zu einen Kurzbesuch nach Deutschland. Anfang Juni, zwischen seiner Nahostreise und einem Staatsbesuch in Frankreich.
Die (sich im Wahlkampf befindenden) Ministerpräsidenten Althaus (kennt jeder – der Mann mit der Blitz-Verhandlung) und Tillich (kennt kaum einer – der Mann mit der Biografie)  hatten eine nette Idee. Der in Deutschland durchaus beliebte Obama könne sich doch gemeinsam mit ihnen und Frau Merkel vor schönen Kulissen  – etwa dem Dresdner Zwinger und der Weimarer Anna-Amalia-Bibliothek ablichten lassen.
Da wären sich prima Fotos entstanden, die auch noch kostenlos auf Seite eins diverser Zeitungen platziert worden wären.

Gemeinerweise wird der Präsident zwar nach Weimar kommen, dort aber wohl nur das ehemalige KZ Buchenwald besuchen. Suboptimal für Wahlkampffotos…

Das Kanzleramt zeigt sich enttäuscht. Der Spiegel spicht von “neuen Spannungen”.
Mal sehen, was für Fotos rauskommen.

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Ach, man…

28. Mai 2009 · Kommentar schreiben

…das Leben ist nicht fair.

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Abwrackminister

27. Mai 2009 · Kommentar schreiben

Eine neue Wortschöpfung von Andrea Nahles:
“Sind Sie ein Wirtschaftsminister oder ein Abwrackminister?”
bezogen auf Karl-Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Franz Joseph Sylvester Freiherr von und zu Guttenberg und dessen Einstellung zum Erhalt von  Arbeitsplätzen. Ihre Frage, die sie heute vor von Entlassung bedrohten Demonstranten in Berlin stellte, ist bisher nicht beantwortet...

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Horst Köhler wurde erneut zum Bundespräsidenten gewählt

23. Mai 2009 · Kommentar schreiben

Bereits im ersten Wahlgang konnte sich Horst Köhler mit absoluter Mehrheit gegen Gesine Schwan und Peter Sodan durchsetzen.

Was für ein Symbol.

In Zeiten der Finanzkrise bestätigt die Bundesversammlung mit Horst Köhler den ehemaligen Direktor des Internationalen Währungsfonds…
Köhler ist ein beliebter Präsident (die Zustimmungsrate in der Bevölkerung soll bei 70 Prozent liegen) – allerdings war seine Gegenkandidatin Gesine Schwan die eindeutig politischere Alternative.

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