Der feingliedrige Asiate

Das war wohl nichts.
„Ich wechsle mal eben die kaputte Lampe aus.“

Die Tage werden kürzer, beim Autofahren ist es häufiger nötig mit Licht zu fahren. Schlecht, wenn ein Scheinwerfer blind ist. In einem Cuore geht es dabei nicht nur darum zu sehen, sondern mindestens ebenso sehr um das Gesehen werden…
Also rein in den Baumarkt, Leuchtmittel gekauft (natürlich im Doppelpack um vorschriftsmäßig beide Seiten zu erneuern) und die Motorhaube aufgemacht.
Ein skeptischer Blick. Ein vorsichtiges Tasten. Verdammt, dass ist was für Klavierspieler.
Wie soll man den Stecker nach hinten abziehen, wenn „hinten“ die Hand im Weg ist, die nach „hinten“ ziehen soll?
Schlagartig wird mir klar, warum die Autos aus Deutschland so groß sind. Die Ingenieure denken an die Nutzer…

Ich fahre wirklich gerne mit dem Cuore.
Er bietet meinen gut 190 Zentimetern genug Platz, ist sparsam, wendig, anspruchslos bei der Parkplatzsuche und kommt ganz gut von der Ampel weg.
Das der relativ großzügige Innenraum auf Kosten der Knautschzone geht, ist offensichtlich. Welche Konsequenzen das für eigentlich einfache Wartungstätigkeiten hat, ist mir jetzt schmerzlich bewusst geworden.

Zur Illustration hier die Größenverhältnisse:

Im Motorraum des Daihatsu Cuore braucht man Fingerfertigkeit...

Ich hoffe die Lampen halten ein paar Jahre…

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